Kaufpreisfaktor

Kaufpreisfaktor berechnen

Der Kaufpreisfaktor ist die schnellste Kennzahl, um eine vermietete Wohnung einzuschätzen: Wie viele Jahresmieten kostet sie? Hier stehen die Formel, gute und schlechte Werte und warum ein Faktor, der vor fünf Jahren günstig war, heute oft nicht mehr aufgeht.

Faktor, Rendite und Cashflow deiner Wohnung rechnet der Immobilien-Renditerechner sofort aus – samt Finanzierung und Steuer.

Kaufpreisfaktor berechnen

Formel und Umrechnung in die Rendite

Kaufpreisfaktor = Kaufpreis ÷ Jahreskaltmiete. Eine Wohnung für 280.000 € mit 950 € Kaltmiete im Monat (11.400 € im Jahr) hat einen Faktor von 24,6 – sie kostet knapp 25 Jahresmieten.

Der Kehrwert ist die Bruttomietrendite: 100 ÷ Faktor. Faktor 24,6 entspricht 4,1 % Bruttorendite.

KaufpreisfaktorBruttomietrenditeEinordnung
156,7 %günstig, oft ländlich oder mit Sanierungsbedarf
205,0 %solide
254,0 %üblich in gefragten Lagen
303,3 %teuer – lohnt sich fast nur mit Wertsteigerung
352,9 %sehr teuer

Für den Nettofaktor rechnest du die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Makler, Notar – zusammen meist 9–13 %) zum Kaufpreis dazu. Aus 24,6 werden so etwa 27,5.

Welcher Faktor ist gut?

Vergleiche immer innerhalb derselben Lage und Objektart. Die Gutachterausschüsse veröffentlichen in ihren Grundstücksmarktberichten Liegenschaftszinssätze und Rohertragsfaktoren für deine Stadt – das ist der beste Maßstab.

Trag Kaufpreis und Miete ein – der Rechner zeigt Faktor, Netto-Rendite und den Kaufpreis, bei dem sich die Wohnung selbst trägt.

Warum der Zins den Faktor bestimmt

Ob ein Faktor aufgeht, hängt vor allem an der Finanzierung. Finanzierst du Kaufpreis und Nebenkosten komplett (gut 110 % des Preises) mit 2 % Tilgung, deckt die Kaltmiete die Bankrate nur bis zu diesem Faktor – und dann sind Verwaltung, Rücklage und Leerstand noch nicht bezahlt:

SollzinsRate deckt sich bis Faktor
2 %22,7
3 %18,2
4 %15,2
5 %13,0

Deshalb rechnen sich bei Bauzinsen über 4 % viele Wohnungen mit Faktor 25 nur mit viel Eigenkapital oder mit monatlicher Zuzahlung. Das muss kein Ausschlusskriterium sein – Tilgung und Wertsteigerung bauen trotzdem Vermögen auf –, aber du solltest die Zuzahlung kennen und dauerhaft tragen können.

Typische Rechenfehler

Lohnt sich die Wohnung?

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Häufige Fragen

Wie berechne ich den Kaufpreisfaktor?

Kaufpreis geteilt durch die Jahreskaltmiete. Bei 280.000 € und 950 € Monatsmiete: 280.000 ÷ 11.400 = 24,6.

Welcher Kaufpreisfaktor ist gut?

Unter 20 gilt als günstig, 20 bis 25 als üblich in gefragten Lagen, über 25 als teuer. Entscheidend ist der Vergleich mit Objekten in derselben Lage.

Was ist der Unterschied zwischen Kaufpreisfaktor und Mietrendite?

Die Bruttomietrendite ist der Kehrwert des Faktors: 100 geteilt durch den Faktor. Faktor 25 entspricht 4 % Bruttorendite.

Rechnet man den Faktor mit oder ohne Nebenkosten?

Der übliche Bruttofaktor rechnet ohne Kaufnebenkosten. Der Nettofaktor rechnet sie ein und ist für die eigene Kalkulation aussagekräftiger.

Ist ein hoher Faktor immer schlecht?

Nein. In sehr gefragten Lagen sind Faktoren über 30 normal, dort zählt vor allem die erwartete Wertsteigerung. Du brauchst dann aber mehr Eigenkapital oder eine monatliche Zuzahlung.

Hinweis: Dieser Ratgeber gibt den Stand vom Oktober 2026 wieder und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

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