Zahlungen

GiroCode erstellen: Überweisung per QR-Code

Kunden tippen IBANs ab, vertauschen Ziffern, vergessen die Rechnungsnummer – und du suchst hinterher die Zahlung. Ein GiroCode auf der Rechnung erledigt das: Die Banking-App scannt ihn und füllt Empfänger, IBAN, Betrag und Verwendungszweck automatisch aus. Hier steht, wie du ihn erstellst und was dabei vorgeschrieben ist.

Empfänger und IBAN eintragen, Betrag und Rechnungsnummer dazu – der QR-Code-Generator prüft die IBAN und erzeugt einen GiroCode nach EPC-Standard. Ohne Upload.

GiroCode erstellen

Die Kurzfassung

  1. Im QR-Code-Generator den Typ GiroCode wählen.
  2. Empfänger und IBAN eintragen – die IBAN wird sofort auf Tippfehler geprüft.
  3. Optional Betrag und Verwendungszweck (z. B. die Rechnungsnummer) ergänzen.
  4. Als PDF, SVG oder PNG speichern und auf die Rechnung setzen.

Was ist ein GiroCode?

Der GiroCode ist ein QR-Code mit einem genormten Inhalt für SEPA-Überweisungen. Festgelegt hat das Format der European Payments Council (EPC) in der Richtlinie EPC069-12, deshalb heißt er international EPC-QR-Code; in Deutschland ist er vor allem als GiroCode bekannt.

Scannt der Zahler den Code mit seiner Banking-App, öffnet sich eine fertig ausgefüllte Überweisung. Er prüft die Angaben und gibt sie wie gewohnt frei. Der Code löst also keine Zahlung aus – er spart nur das Abtippen. Die meisten Banking-Apps in Deutschland, Österreich und den Niederlanden unterstützen ihn, ebenso viele Apps in anderen SEPA-Ländern.

Kein Konto, keine Gebühren, kein Ablaufdatum. Der Code enthält nur deine Zahlungsdaten im Klartext. Es ist kein Zahlungsdienstleister zwischengeschaltet, und der Code funktioniert, solange das Konto existiert.

Schritt für Schritt

  1. Typ wählen. Im QR-Code-Generator auf GiroCode klicken.
  2. Empfänger. Den Kontoinhaber so eintragen, wie er bei der Bank geführt wird – Name oder Firma, maximal 70 Zeichen.
  3. IBAN. Mit oder ohne Leerzeichen eintragen. Der Generator prüft die Prüfziffer und meldet Zahlendreher sofort.
  4. BIC. Innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums nicht nötig und kann leer bleiben.
  5. Betrag. Für Rechnungen den Rechnungsbetrag eintragen (Komma oder Punkt sind beide okay). Für Spenden oder offene Beträge leer lassen – dann trägt der Zahler den Betrag selbst ein.
  6. Verwendungszweck. Rechnungs- oder Kundennummer, damit du die Zahlung zuordnen kannst. Maximal 140 Zeichen.
  7. Speichern. Für Rechnungsvorlagen ist SVG oder PDF ideal, für Word reicht ein PNG mit 1024 px.

Rechnungsdaten eintragen, als PDF in 30 mm Breite speichern und neben den Rechnungsbetrag setzen.

Felder und Grenzen

FeldPflicht?Grenze
EmpfängerJa70 Zeichen
IBANJaGültige IBAN eines SEPA-Kontos
BICNein (im EWR)8 oder 11 Zeichen
BetragNein0,01 bis 999.999.999,99 €, nur Euro
VerwendungszweckNein140 Zeichen

Zwei Vorgaben setzt der Generator automatisch um: Der Standard schreibt die Fehlerkorrektur-Stufe M vor, und der gesamte Inhalt darf höchstens 331 Bytes lang sein. Deshalb ist beim GiroCode auch kein Logo möglich – dafür bräuchte es Stufe H. Farben, Formen und Rahmen kannst du trotzdem anpassen; für Rechnungen empfiehlt sich aber ein schlichter, dunkler Code.

GiroCode auf der Rechnung platzieren

Sicherheit für Zahler

Betrüger kleben manipulierte QR-Codes auf Parkautomaten oder verschicken gefälschte Rechnungen mit eigenem Code („Quishing“). Für Zahler gilt deshalb: In der Banking-App vor der Freigabe Empfängername und IBAN prüfen – passen sie zur Rechnung und zum Absender? Seit Oktober 2025 gleichen Banken bei Überweisungen in Euro außerdem Name und IBAN ab und zeigen einen Hinweis, wenn sie nicht zusammenpassen. Wer selbst Rechnungen stellt, schreibt den Empfängernamen deshalb genau so, wie er bei der Bank hinterlegt ist.

Für Neugierige: der Inhalt im Klartext

Ein GiroCode ist einfacher Text, eine Angabe pro Zeile. Für eine Rechnung über 49,90 € sieht er etwa so aus:

BCD
      002
      1
      SCT

      Muster GmbH
      DE02120300000000202051
      EUR49.90


      Rechnung 2026-117

Die Zeilen bedeuten: Kennung „BCD“, Version 002, Zeichensatz UTF-8, Überweisungsart SEPA Credit Transfer, BIC (leer), Empfänger, IBAN, Betrag, Zweck-Code und strukturierte Referenz (beide leer) sowie der Verwendungszweck. Im Generator siehst du den Inhalt deines Codes unter „Gespeicherte Daten anzeigen“.

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Häufige Fragen

Ist der GiroCode kostenlos?

Ja. Erstellen und Nutzen sind kostenlos. Es gibt keinen Vertrag, keine Gebühr pro Zahlung und kein Ablaufdatum.

Welche Banken unterstützen den GiroCode?

Die meisten Banking-Apps in Deutschland, Österreich und den Niederlanden sowie viele Apps in anderen SEPA-Ländern. Meist heißt die Funktion „Scannen“, „QR-Code“ oder „Fotoüberweisung“.

Wird beim Scannen automatisch Geld überwiesen?

Nein. Die App füllt nur das Überweisungsformular aus. Der Zahler prüft die Daten und gibt die Zahlung selbst frei.

Brauche ich einen BIC?

Nein, nicht für Konten im Europäischen Wirtschaftsraum. Der Generator nutzt Version 002 des Standards, in der der BIC optional ist.

Kann ich ein Logo in den GiroCode setzen?

Nein. Der EPC-Standard schreibt die Fehlerkorrektur-Stufe M vor; damit ist ein Logo nicht zuverlässig lesbar. Farben und Rahmen sind möglich.

Kann ich den Betrag offen lassen?

Ja. Ohne Betrag trägt der Zahler den Betrag selbst ein – praktisch für Spenden oder Vereinsbeiträge.

Werden meine Kontodaten hochgeladen?

Nein. Der GiroCode wird ausschließlich in deinem Browser erzeugt.

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